Markus Beckedahl eröffnete den zweiten Tag beim grünen Netzpolitischen Kongress mit Schwung. Creative Commons, freie Software mit der GPL und Crowdfunding waren die zentralen Themen. Beckedahl erklärte, dass Geschäftsmodelle für freie Software vor allem auf Dienstleistungen setzen: Anpassung der Software, Dienstleistungen und Mehrwert für die Kunden stehen im Vordergrund. IBM verdiene mehr Geld mit Software-Dienstleitungen und Open Source als mit Patenten, so der Gründer von netzpolitik.org.
Christian Kroll, CEO der Suchmaschinen Forestle und Ecosia, stellte ecosia.org als soziales Geschäftsmodell vor. Ecosia, 2009 gegründet und mit dem Utopia Award ausgezeichnet, beantwortet heute 155.000 Suchanfragen am Tag. Daraus sind bisher 135.000 Euro Einnahmen als Spenden an den WWF überwiesen worden. Den CO2-Ausstoß der Server von Yahoo und Bing, deren Technologie Ecosia nutzt, versucht die Wittenberger Firma auszugleichen. Die eigenen Rechner werden konsequent von Ökostrom angetrieben.
Kroll beklagte den Papierkrieg mit deutschen Behörden, die sich unter “sozialen Geschäftsmodellen” wenig vorstellen können. Er zeigte eindrucksvoll, welche Nachteile kleinen Suchmaschinen durch eine Aufgabe der Netzneutralität entstehen. Die Zeit für eine Anfrage mit Ecosia würde in einem nicht-neutralen Internet verdreifacht, während Google seine Suchergebnisse gegen Geld noch schneller ausliefern könnte.
[Update]
Aufgrund vieler Nachfragen hier nun die Folien zu den Vorträgen von Markus Beckedahl und Christian Kroll:
- Markus Beckedahl: “OpenBusiness. Zwischen Remix-Gesellschaft und offenen Geschäftsmodellen“
- Christian Kroll: “Ecosia. Die umweltfreundliche Suchmaschine“.
Tags: Creative Commons, Crowdfunding, GNU, GreenIT, Internetökonomie, Nachhaltigkeit, Netzneutralität, OpenSource
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Hallo Adminisrationsteam,
leider sind die .pdf’s nicht zu öffnen. Freue mich sicherlich mit vielen anderen, diese lesen zu können
Gruß & besten Dank im Voraus!
Comment by Interessierte — 10. Dezember 2010 @ 09:54