9. November 2010 (14:21) von KristaSager

Liveblog W5: Alles Wissen dieser Welt. Zugang zu Forschungsergebnissen in der digitalen Welt

Wer zahlt, schafft an. In der Forschungsfinanzierung wird die Redensart leider nur allzu wörtlich genommen: Die öffentliche Hand zahlt zunächst die Forschung, um die Ergebnisse dann in Form von Veröffentlichungen wieder anzuschaffen. Die Preise für wissenschaftliche Paper und Sammelbände sind zum Teil horrende und die internationalen Verlage freuen sich über Milliarden-Gewinne. Open Access heißt das Zauberwort, das nun die Marktmacht der Verlage brechen soll. Weltweit soll jedem/jeder freier Zugang zu allen wissenschaftlichen Veröffentlichungen verschafft werden. Die Wissenschaft erwartet in der Folge eine Revolution beim Erkenntnisgewinn.

Das Ziel ist klar, der Weg dorthin ist aber noch umstritten. In Deutschland fordert die Forschungsszene, das Urheberrecht zu ändern, damit die AutorInnen ihr Werk nach einem halben Jahr ins Internet stellen dürfen. In den USA ist man eher bestrebt, den Redensart vom Zahlen und Anschaffen wieder wörtlich zu nehmen: Die öffentliche Hand vergibt die Forschungsmittel nur unter der Bedingung, dass die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Wir diskutieren diese Frage auf dem Netzpolitischen Kongress am 13.11.10. im Workshop W5: Alles Wissen dieser Welt. Zugang zu Forschungsergebnissen in der digitalen Welt.

Krista Sager, Sprecherin für Wissenschafts- und Forschungspolitik der grünen Bundestagsfraktion diskutiert mit  Dr. Christoph Bruch, dem Leiter Open Access Policy der Max Planck Digital Library (MPDL) und Dr. Sven Fund vom Gruyter Verlag.

 
 

Tags: ,

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

 

Keine Kommentare »

 

Hinterlasse einen Kommentar

Get Adobe Flash player