Audioaufzeichnungen der Workshops: Übersicht

Hier findet ihr die Audioaufzeichnungen der Workshops im mp3-Format:

W1 — Völker, hört die Tweets! Twitter, Blogs und Menschenrechte

Mit Volker Beck MdB, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Menschenrechte, Christian Rickerts (Reporter ohne Grenzen), Hesam Misaghi (Committee of Human Rights Reporters)

W2 — Jenseits der Korbflechterei. Interessenausgleich im Urheberrecht

Mit Dr. Konstantin von Notz MdB und Agnes Krumwiede MdB, Sprecherin für Kulturpolitik, Markus Beckedahl (netzpolitik.org), Eva Kiltz (VUT — Verband unabhängiger Musikunternehmen)

W3 — Datenklau und Kostenfallen – Verbraucherschutz im Internet

Mit Nicole Maisch MdB, Sprecherin für Verbraucherpolitik und Cornelia Tausch (Verbraucherzentrale Bundesverband)

W4Globales Netz – europäische Regeln?

Mit Jan Philipp Albrecht MEP, Joe McNamee (edri.org), Jérémie Zimmermann (La Quadrature du Net)

W5 Alles Wissen dieser Welt. Zugang zu Forschungsergebnissen in der digitalen Welt

Mit Krista Sager MdB, Sprecherin für Wissenschafts- und Forschungspolitik, Dr. Christoph Bruch (Leiter Open Access Policy, Max Planck Digital Library), Dr. Sven Fund (Geschäftsführer, De Gruyter Verlag)

W6 Design universal! Barrierefreie Kommunikation in Zeiten des Netzes

Mit Oliver Passek (Sprecher BAG Medien), Börje Wichert, Frauke Langguth (ARD Text), Thomas Hänsgen (Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft)

W7 Soziale Netzwerke: Chance und Herausforderung für Medienkompetenz und Jugendschutz

Mit Kai Gehring MdB, Sprecher für Jugend und Generationen und Christina Grimm (Verein für medienpädagogische Praxis)

W8 Privacy 2.0 für das Web 2.0

Mit Dr. Konstantin von Notz MdB, Peter Schaar (Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit), Prof. Dr. Spiros Simitis (Universität Frankfurt/Main), Dr. Alexander Dix (Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit)

W9 Die dunkle Seite des Netzes. Antworten auf Online-Kriminalität

Mit Jerzy Montag MdB, Sprecher für Rechtspolitik, Thomas Stadler (Rechtsanwalt, www.internet-law.de), Mirko Manske (Kriminalhauptkommissar im Bundeskriminalamt)

W10 Wer macht mit? Internet und Demokratie

Mit Ingrid Hönlinger MdB, Sprecherin für Demokratiepolitik und PD Dr. Stefan Münker (Medienwissenschaftler und Publizist)

W12 Alles eine Frage der Macht: Sexismus im Netz

Mit Monika Lazar MdB, Sprecherin für Frauenpolitik, Leena Simon (FoeBuD e.V.), Katrin Rönicke (Journalistin)

W13 Das faire Netz. Green IT und Nachhaltigkeit

Mit Valerie Wilms MdB, Nachhaltigkeitsbeauftragte, RDin Evelyn Hagenah (Umweltbundesamt), Dr. Severin Beucker (Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit), Florian König (BITKOM), Cornelia Heydenreich (Germanwatch)

W14 „Vergüten statt verfolgen“ – Pauschalvergütung mit der Kulturflatrate

Mit Malte Spitz, Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen, Oliver Passek (Sprecher BAG Medien), Prof. Tim Renner (Motor Entertainment), Helga Trüpel MEP, Christian Sommer (GVU), Reinher Karl (VUT), Dr. Till Kreutzer (iRights.info)

Wir haben versucht soweit wie möglich Pausen herauszuschneiden, die in wenigen Fällen entstanden sind, wenn einzelne Teilnehmerinnen oder Teilnehmer keine Aufzeichnung ihrer Wortbeiträge wünschten.

Einen Überblick über alle Materialien und Berichte zu den einzelnen Workshops haben wir hier zusammengestellt.


7. Juni 2011 (09:28) von Redaktion

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Bericht zum Workshop 11: “Survival of the Clickest? Vermarktungsstrategien für Journalismus im Netz gesucht”

Der perfekte Krustenbraten oder die Enthüllungsgeschichte im Lokalen

Wie kann sich Journalismus zukünftig im Netz finanzieren? Wird die achte Hochzeit von Lothar Matthäus eine größere Relevanz als investigativer Journalismus haben? Im Workshop “Survival of the Clickest?” diskutierten Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin, und Felix Zimmermann, stellvertretender Vorsitzender von freischreiber, mit über 30 TeilnehmerInnen.

Der derzeitige Trend geht dahin, dass immer weniger Menschen die gedruckte Tageszeitung lesen und sich lieber kostenlos im Netz informieren. Dadurch verlieren Zeitungen an Auflagen, es gibt seltener Festanstellungen und die Konkurrenz unter den Freien wächst. Dazu haben wir drei Thesen zur Debatte gestellt.

These 1: In zehn Jahren gibt es nur noch wenige angestellte Print- und Rundfunkjournalisten, die Mehrheit finanziert sich via Pay-per-Click.

Die Mehrheit, wenn auch eine knappe, sprach sich gegen diese These aus. In der Debatte kamen verschiedene Szenarien zur Sprache: Social Payment-Lösungen wie flattr könnten von Verlagen selbst genutzt werden und durch Internetkommunikationsriesen wie Facebook flächendeckend zum Erfolg kommen. Im Moment sei flattr dort lukrativ, wo bereits eine Fangemeinde bestehe. Wenn aber nur noch mit Blick nach den Klickzahlen geschrieben wird, kann dann Online-Journalismus noch die Ausübung der Vierten Gewalt für sich in Anspruch nehmen?
Weiterhin diskutiert wurde, ob es einer zusätzlichen Finanzierung von „Edelinhalten“ (z. B. Hintergrundrecherchen) bedarf. Hier kamen Stiftungen, aber auch Crowdfunding ins Spiel.
Fazit dieser These: Der Trend geht zum Social Payment; die Frage einer Basisfinanzierung muss geklärt werden, ebenso die der Finanzierung von „Edelinhalten“. Klar war auch, dass die Grenzen zwischen JournalistInnen und BloggerInnen weiter verschwimmen werden.

Bei These 2 stellten wir die Frage, welche Inhalte in zehn Jahren die meist geklicktesten sein würden (Lokales, Investigatives, Boulevard, personal interest/Rezepte etc.). Die Mehrheit votierte knapp für Lokaljournalismus. In der Diskussion wurden solche Prognosen wegen der Schnelllebigkeit des Netzes in Frage gestellt: Vor zwei Jahren habe noch keiner mit Facebook gerechnet. Die Politik sei deshalb vor große Herausforderungen gestellt, sie müsse schließlich für die nächsten 20 Jahre denken…

These 3 lautete: Gut aufbereitete journalistische Inhalte kann es in Zukunft nur mithilfe der Politik/staatlichen Mitteln geben.

Die Mehrheit lehnte dies ab, weil viele damit staatlichen Einfluss befürchteten. Hier war die Diskussion am kontroversesten. Einige forderten klare staatliche Regelungen für Verlage, z. B. bei der Zahlung von Mindesthonoraren. Andere forderten, der Staat müsse sich gänzlich raushalten. Zudem sei angesichts immer neuerer journalistischer Formen im Netz die Definition von Journalismus immer schwieriger, nach der staatliche Förderung erfolgen könne.

Felix Zimmermann betonte abschließend, wie wichtig es sei, dass Journalisten sich selbst organisierten und ihre Interessen artikulierten. Tabea Rößner attestierte der Runde eine positive Grundstimmung bzgl. neuer Geschäftsmodelle und eine kritische Haltung zu staatlicher Regulierung. Sie bot an, sich zu diesem Thema weiter zu vernetzen. Die Kontaktdaten finden sich unter www.tabea-roessner.de.


9. Februar 2011 (18:03) von sebastian

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Bericht zum Workshop 12: “Alles eine Frage der Macht: Sexismus im Netz”

Auf Einladung von Monika Lazar, Sprecherin für Frauenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen diskutierten etwa 20 TeilnehmerInnen  des Kongresses über das Thema Sexismus in Netz. Als Referentinnen konnten Katrin Rönicke und Leena Simon gewonnen werden. Katrin Rönicke schreibt für den Blog maedchenmannschaft.de sowie für den Freitag, die taz und NEON. Leena Simon ist aktiv in der Piratenpartei und beim FoeBud e.V., einem Verein für mehr Bürgerrechte und Datenschutz. Sie bloggt, twittert und ist auch sonst viel im Netz unterwegs.

Leena Simon, Monika Lazar und Katrin Rönicke leiteten den Workshop "Sexismus im Netz"

Leena Simon, Monika Lazar und Katrin Rönicke leiteten den Workshop "Sexismus im Netz"

Kernfrage war: Was ist Sexismus und wo zeigt er sich im Netz? Die Gruppe definierte Sexismus als die Abwertung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts mit stereotypen Merkmalszuschreibungen. Dabei ist Sexismus eine Sonderform der Diskriminierung, weil hier keine Minderheit, sondern die Hälfte der Menschheit abgewertet wird.

Katrin Rönicke führte aus, dass die Suchmaschine Google bei der Abfrage „Frauen“ Seiten zu Mode oder Partnervermittlung anbietet. Auch bei „Männer“ werden Klischees bedient, sie kommen aber weitaus besser weg als Frauen.
Internetnutzende sind zur Hälfte Frauen, aber die Machenden sind zu 90 Prozent Männer. Der Mann ist die Norm. Zum Beispiel werden geschlechtsneutrale Nicknames als männlich wahrgenommen. Frauen müssen sich als Frau erklären.

Für die TeilnehmerInnen wurde schnell klar: Wir brauchen im Internet und offline eine frauenfreundlichere Umgebung. Frauen müssen sich ihren Teil vom Kuchen aber auch selbst abholen. Gerade hier bei Bündnis 90/Die Grünen wissen wir: Man darf nicht beim Formulieren von Forderungen stehenbleiben, sondern muss auf Rechten und Freiräumen bestehen.

Doch wo genau sind eigentlich  die Unterscheide zwischen online und offline? Im Internet kann man sein Geschlecht aufgeben, Identitäten können gewechselt werden. Das ist offline so kaum möglich. Sexismus wird durch die Anonymität und Schnelligkeit des Mediums verstärkt. Wünschenswert wäre stattdessen ein Reflexionsvermögen über die eigene Geschlechterkonstruktion, welches nicht allzu weit verbreitet ist. Das belegen auch Studien über die Selbstdarstellung von Jugendlichen im Internet.

Wie gehen wir am besten mit offener oder verdeckter Diskriminierung um? Sinnvoll kann es sein, Herabsetzungen sichtbar zu machen, sich an geeigneten Stellen zu beschweren, rechtliche Schritte zu einleiten.

Welche Strategie ist gegen sexistische Kommentare von ,Trollen’ sinnvoll? Eine Möglichkeit ist, sie nicht frei zu schalten, so macht es beispielsweise Maedchenmannschaft.de. Aber ist das nicht zu defensiv, wurde kritisch nachgefragt? Als sinnvoll wurde auch das Internet-Kommunikationsmittel Liquid Democracy bezeichnet, es hat einen eingebauten Minderheitenschutz, der unsinnige Kommentare ausblendet.

Zum Schluss zog Monika Lazar ein Resümee zur Veranstaltung: On- und offline ist noch einiges zu tun in Sachen Gleichstellung. Wichtig ist, dass wir aktiv bleiben und uns vernetzen. Die Themen ließen sich während des Workshops nur andiskutieren. Weitere Gespräche sind in Planung.


16. Dezember 2010 (19:55) von MonikaLazar

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Bericht zum Workshop 10: “Wer macht mit? Demokratie und Internet”

In dem Workshop „Wer macht mit? Internet und Demokratie“ diskutierten Ingrid Hönlinger, demokratiepolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, und Sebastian Gießmann, Referent für Netzpolitik, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zentrale Fragen rund um das Thema Partizipation im World Wide Web. »mehr


13. Dezember 2010 (17:41) von Müjgan Percin

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Bericht zum Workshop 5: “Alles Wissen dieser Welt. Zugang zu Forschungsergebnissen in der digitalen Welt”

Open Access, also der kostenfreie Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen, verspricht den Informationsfluss in den Wissenschaften zu revolutionieren. Das Thema wird auf dem Netzpolitischen Kongress von Bündnis 90 / Die Grünen im Workshop „Alles Wissen dieser Welt. Zugang zu Forschungsergebnissen in der digitalen Welt“ entsprechend engagiert diskutiert. »mehr


9. Dezember 2010 (18:20) von KristaSager

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Videos der Keynotes: Übersicht

Wir haben mittlerweile viele Aufnahmen der Vorträge auf dem Netzpolitischen Kongress veröffentlicht. Hier haben wir eine Übersicht zusammengestellt: »mehr


8. Dezember 2010 (13:32) von Redaktion

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Kulturen des Urheberrechts: Video der Keynote von Reto Hilty

Reto Hilty, Direktor des Max-Planck-Instituts für Geistiges Eigentum, hielt bei unserem Netzpolitischen Kongress die Keynote zum Thema Urheberrecht. »mehr


7. Dezember 2010 (19:14) von Redaktion

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Grüner gründen: Videos der Keynotes von Markus Beckedahl und Christian Kroll

Markus Beckedahl eröffnete den zweiten Kongresstag mit einer Keynote zum Thema “OpenBusiness. Zwischen Remix-Gesellschaft und offenen Geschäftsmodellen”. »mehr


7. Dezember 2010 (15:17) von Redaktion

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Bericht zum Workshop 3: “Datenklau und Kostenfallen – Verbraucherschutz im Internet”

Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik der Grünen im Bundestag und Cornelia Tausch von der Verbraucherzentrale Bundesverband diskutierten mit den Teilnehmern des Workshops die Themen Datenschutz im Internet, „Scoring“, Abmahnunwesen und Verträge im Internet.  An dem Workshops beteiligten sich unter anderem Grüne IT-Unternehmer, Rechtsanwälte, eine Vertreterin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und zahlreiche Netzaktivist_innen. »mehr


7. Dezember 2010 (15:16) von NicoleMaisch

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Bericht zum Workshop 13: “Das faire Netz. Green IT und Nachhaltigkeit”

Die geladenen Experten zum Workshop Green IT beim Netzpolitischen Kongress ergänzten sich gut. Maike Janßen vom Umweltbundesamt zählte auf, was in Laptops, Handys und Co. so steckt: Neben Kupfer auch Silber, Gold, Platin – Stoffe von hohem Wert. Hier lohne es sich, auf Effizienz und Wiederverwertbarkeit zu achten, sowohl der eingebauten Materialien und noch mehr der Geräte selbst. Dazu müssten Akkus sowie Ladekabel standardisiert und Software-Updates zur Pflicht werden. Schließlich steigt der Bedarf an Geräten weltweit und damit auch die Menge an Elektroschrott, weil das Neueste von Gestern schnell überholt ist. Und das landet – entgegen den gesetzlichen Vorschriften – zu zwei Dritteln in Entwicklungsländern. Denn die Kontrollen sind vage. Schließlich verdienen alle an dem schnellen Kreislauf: Rohstoffunternehmen, Hersteller und die Nutzer – Letztere wegen der niedrigen Preise. »mehr


3. Dezember 2010 (16:38) von ValerieWilms

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