Podiumsdiskussion

11.00 – 12.00 Uhr

Podiumsdiskussion mit Renate Künast und grünen Amtsinhabern in Stadtstaaten und Metropolen im deutschsprachigen Raum

Darum geht’s:

Grüne Akteure besetzen in deutschen Metropolen zunehmend Leitungsfunktionen, etwa als Senatorin oder als Bürgermeister. Welche Kernprojekte der Stadtentwicklung in Richtung einer “Grünen Stadt der Zukunft” konnten sie angehen und umsetzen? Welche Widerstände gibt es und welche Wege führen zum Erfolg? Wo kann und muss Politik einen geeigneten Rahmen schaffen?

  • Renate Künast MdB, Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
  • Dr. Reinhard Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa in der Bremer Landesregierung
  • Angela Spizig, Bürgermeisterin der Stadt Köln
  • Hep Monatzeder, Dritter Bürgermeister der Landeshauptstadt München

Moderation: Prof. Gerhard Matzig, Süddeutsche Zeitung

ReferentInnen:

Renate Künast MdB


wurde am 15. Dezember 1955 in Recklinghausen/NRW geboren. Sie studierte Sozialarbeit an der Fachhochschule in Düsseldorf. Von 1977 bis 1979 arbeitete sie als Sozialarbeiterin in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel, speziell mit Drogenabhängigen. Später studierte sie Jura und schloss das Studium 1985 mit dem zweiten Staatsexamen ab. Sie ist Rechtsanwältin.

Der Westberliner Alternativen Liste trat sie 1979 bei und hat seitdem in verschiedenen Funktionen für die Partei gearbeitet. Während der rot/grünen Koalition in Berlin in den Jahren 1989/90 war sie Fraktionsvorsitzende. Nach dem Ende des rot/grünen Senats arbeitete sie weiter als Abgeordnete in der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, bis 1993 und 1998 bis 2000 als deren Vorsitzende, dazwischen als rechtspolitische Sprecherin. Renate Künast war von Juni 2000 bis März 2001 Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Sie war von Januar 2001 bis zum 4. Oktober 2005 Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
Seit dem 18. Oktober 2005 ist sie Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

Dr. Reinhard Loske

geb. 1959 in Lippstadt/Westfalen

bis 1980 Kaufmännische Ausbildung

1980-1986 Studium der Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Paderborn, Nottingham und Bonn

1996 Promotion zum Thema „Klimapolitik im Spannungsfeld von Kurzzeitinteressen und Langzeiterfordernissen“ an der Universität Kassel

1999 Habilitation am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin

1986-1987 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaft und Gesellschaft Osteuropas, Universität Paderborn

1987-90 Referent im Deutschen Bundestag, Bonn, Enquete-Kommission Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“

1990-1991 Leiter des Forschungsfeldes „Klimapolitik“am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin

1992-1998 Projektleiter für „Klimapolitik“ am neu gegründeten Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Leiter der interdisziplinären Forschungsgruppe „Zukunftsfähiges Deutschland“.

Mitarbeit in verschiedenen europäischen und transatlantischen Forschungsnetzwerken.

Seit 1998 Lehrtätigkeit am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin, nach der Habilitation als Privatdozent, seit 2008 beurlaubt

Engagement in der Ökologiebewegung, in der Friedensbewegung, in der selbstverwalteten Kindergarten-Initiative „Kinderhaus Bonn e.V.“, seit Mitte der 90er Jahre in der internationalen Klimaschutzbewegung, insbesondere im Climate Network Europe, dort zu ökonomischen Instrumenten der Klimapolitik.

1984-1989 Mitglied im Rat der Stadt Geseke. Fraktionsvorsitzender der Grünen.

1998-2007 Mitglied des Deutschen Bundestages, u.a. als umweltpolitischer Sprecher, bildungspolitischer Sprecher, Leiter der Arbeitsgruppe Biopolitik und stellvertretender

Fraktionsvorsitzender

Seit Juni 2007 Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen, Stv. Mitglied des Bundesrates

Angela Spizig

http://www.gruenekoeln.de/ratsfraktion/buergermeisterin.html
1948 in der Altmark geboren.
1955 Flucht der Familie in den Westen. 1967 Abitur in Solingen.
1965/66  USA-Stipendium des American Field Service.
1967-1972 Studium der Anglistik und Romanistik in Köln sowie Zweites Staatsexamen.
Zahlreiche prägende Aufenthalte in Lateinamerika, vor allem Brasilien und in den USA mit wichtigen politischen, kulturellen und ökologischen Erfahrungen.

Von 1974 bis 2000 Unterricht am Gymnasium (Englisch, Französisch und Literatur).
1999 Wahl in den Rat der Stadt Köln. Politische Schwerpunkte: Kultur, Medien, Internationales.
Seit 2000 Bürgermeisterin der Stadt Köln, Wiederwahl im Herbst 2004 und 2009.Intensive, aktive Mitarbeit in Europäischen Netzwerken, so als Vize-Präsidentin des Kulturnetzwerkes „Les Rencontres“ oder im Vorstand des Technologie-Netzwerkes „Global Cities Dialogue“.

Mitgliedschaften
Deutscher Städtetag: Mitglied im Hauptausschuss, der Hauptversammlung, dem Gleichstellungsausschuss
RGRE: Mitglied im Hauptausschuss des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE)
Mitglied des deutschen / französischen Ausschuss des RGRE
Sonstige Gremien
Vizepräsidentin des europäischen Kulturnetzwerks Les Rencontres
Vorstandsmitglied bei Global Cities Dialogue (IT und Medien)
Kuratoriumsmitglied zur Verleihung des Konrad-Adenauer-Preises
Jury-Mitglied Heinrich-Böll-Preis
Kuratorium der Deutschen Gesellschaft für Photographie
Kuratorium AFS Interkulturelle Begegnungen e. V.

Hep Monatzeder

Gebürtiger Niederbayer, Jahrgang 1951, lebt seit 1968 in München.

Zwei Kinder: eine 27jährige Tochter und einen 22jährigen Sohn.

Von Beruf ist er Sozialpädagoge und Politologe.

Vor seiner Bürgermeister-Tätigkeit war Hep Monatzeder Gesamtleiter der sozialen Einrichtungen im Schulzentrum München-Johanneskirchen.

1990 wurde er erstmals in den Münchner Stadtrat, und am 2. Mai 1996 und am 2. Mai 2002 zum Dritten Bürgermeister der Stadt München gewählt.

Hier finden Sie einen Text von Hep Monatzeder zu einem verwandten Thema: Stadt, Land, Klima – Von der Notwendigkeit und den Chancen urbanen Klimaschutzes.

Der Moderator:

Prof. Gerhard Matzig

geboren 1963 in Deggendorf

Studium der Jurisprudenz, der Politischen Wissenschaften und der Architektur in Passau und München

Abschluss als Dipl.-Ing. univ.

Buchveröffentlichungen (zuletzt: Paris-Architektur der Gegenwart, Prestel-Verlag)

1997 Kritikerpreis der Bundesarchitektenkammer

seit 1997 Redakteur am Feuilleton der Süddeutschen Zeitung in München

seit 2001 stellvertretender Feuilleton-Chef

lebt in München

 

20. Januar 2011 by admin