Mobilität in der Stadt

Panel 3 – 14.30 – 16.00 Uhr Darum geht’s: Die “Grüne Stadt der Zukunft” zeichnet sich durch vernetzte klima- und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte aus. Das Ideal ist die Stadt der kurzen Wege, eine kompakte Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität und guter Nutzungsmischung. Wir brauchen eine neue Kultur der Mobilität, weg vom dominanten Autoverkehr hin zu einer vielfältigen Mischung von Mobilitätsformen und – angeboten. Gut ausgebaute Wegenetze fördern zu Fuß gehen, Radfahren und laden zum Verweilen ein. Längere Strecken werden wahlweise mit dem ÖPNV oder dem Auto zurückgelegt. Leihfahrzeuge (Fahrräder und Autos) sowie gute Umsteigemöglichkeiten (Mobilitätskarte und Parkplätze) ergänzen die Auswahl und schaffen mehr Flexibilität und Mobilität für alle. Von der zweckentfremdeten zur lebendigen Stadt

  • Andreas Feldtkeller, Architekt und Stadtplaner

Umsteigen leicht gemacht – Fahrrad, ÖPNV, Carsharing

  • Dr. Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH (WZB)

Mitdiskutant: Chancen der Unterstützung der nachhaltigen urbanen Mobilität durch die EU. Beispiele aus Berlin

  • Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlamentes, Sprecher im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr (TRAN)

Moderation: Winfried Hermann MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Die Referenten:

Dr. Weert Canzler

Dr. phil. Dipl.-Pol. Weert Canzler, geb. 1960, studierte Politische Wissenschaft, Volkswirtschaft und Jura an der Freien Universität Berlin, Promotion in Soziologie an der Technischen Universität Berlin. 1988 bis 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) Berlin sowie am Sekretariat für Zukunftsforschung (SFZ) Gelsenkirchen, seit 1993 als Wissenschaftler am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), seit 1998 zusammen mit Andreas Knie Leiter der Projektgruppe Mobilität und Mitglied der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik am WZB.

Forschungsschwerpunkte: Innovations- und Zukunftsforschung, (Auto-)Mobilitätsentwicklung und Verkehrspolitik, Wissenschaftsforschung.

Andreas Feldtkeller


geboren 1932 in Berlin-Charlottenburg

Architekturstudium an der TH Stuttgart und der TU Berlin, dann Planung, Forschung und Lehre in Stuttgart, Köln und Kingston-upon-Thames

1963 bis 1969 Planer bei der Regionalen Planungsgemeinschaft Neckar-Alb

1969 bis 1972 bei der Stadt Tübingen 1972 bis 1997 Leiter des Stadtsanierungsamts der Stadt Tübingen – Erneuerung der historischen Altstadt Tübingens, Ortskern- und Wohnumfeldmaßnahmen – ab 1991 Konzeptentwicklung und Projektdurchführung der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ‘Stuttgarter Straße / Französisches Viertel’ in der Tübinger Südstadt

Seit 1997 Tätigkeit als freiberuflicher Stadtplaner – Arbeitsschwerpunkte Nutzungsmischung, ‘Quartierseffekte’, Innenentwicklung statt Außenentwicklung, Stadtbrachenrecycling, Reduzierung der Flächeninanspruchnahme durch Siedlung und Verkehr

2001 – 2004  Projekt EVALO ‘Eröffnung Von Anpassungsfähigkeit für Lebendige Orte’ im Forschungsprogramm ‘Bauen und Wohnen im 21. Jahrhundert’ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

2003 – 2006  Mitarbeit in der Fachkommission ‘Stadtentwicklung’ der Heinrich Böll Stiftung

Mitglied im Gestaltungsbeirat der Stadt Nagold Zusammenarbeit mit dem Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg bei Aktivitäten zur  Reduzierung des Flächenverbrauchs (u.a. Mitwirkung in der Konzipierung und redaktionellen Begleitung der Dokumentarfilme ‘Ende im Gelände’ 2005 und ‘Kurze Wege’ 2008)

Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. Die „Stadt der kurzen Wege“ in Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, 2006

Michael Cramer

geboren am 16. Juni 1949 in Gevelsberg/Westfalen

Studium an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz Musik, Sport und Pädagogik für das Lehramt an Gymnasien

Referendariat (1975-1977) in Berlin am Neuköllner Ernst-Abbé-Gymnasium

1977- 1995 unterrichtete er am Neuköllner Albrecht-Dürer-Gymnasium.

1989 bis 2004 Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin als verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

1989-1990 Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Betriebe. Nicht nur im Ausschuss für Verkehr, sondern auch in dem für Kultur, Berlin-Brandenburg, Verfassungsschutz, Untersuchungsausschuss Flughafen Schönefeld und im Petitionsausschuss hat er die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vertreten. Zudem war er sieben Jahre lang Mitglied im Ausschuss für Bundes- und Europa-Angelegenheiten.

Gleichzeitig mehrere Lehraufträge am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, um im Fachbereich Politikwissenschaft Studierende in der Verkehrs- und Stadtpolitik zu unterrichten. Veröffentlichungen in Zeitschriften, Büchern

Seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlamentes, Sprecher der Grünen im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr (TRAN).

 

20. Januar 2011 by admin