22. März 2011 (13:07) von Julia

Panel 1 – Kraftwerk Stadt

>> RednerInnen und Fragestellung

>> Vortrag von Franziska Eichstädt-Bohlig zum Download

Das „Kraftwerk Stadt“ muss in all seinen Dimensionen Bestandteil einer integrierten Stadtentwicklung sein. Das beginnt bei der verbrauchernahen Energieerzeugung, beinhaltet aber auch intelligente Netze, die in der heutigen Stadtentwicklung noch kaum thematisiert werden, und nicht zuletzt energieeffiziente Gebäude.

Auch lokale Konflikte zwischen Geothermie und Wasserwirtschaft, oder um die Nutzung der begrenzten städtischen Biomasse können durch ein ganzheitliches Planungsverständnis gemindert werden. Es gibt nicht die „Eine Lösung“ für die Energieversorgung der Endverbraucher. Der gezielte Einsatz von Solarzellen, Nah- und Fernwärme, Geothermie macht intelligente zukunftsweisende quartiersbezogene Lösungen notwendig. Hier sehen wir notwendige Bestandteile für die Zukunft des „Kraftwerk Stadt“. Dabei sollte auch der ganze Lebenszyklus von Gebäuden stärker den Blickpunkt rücken. In diesem Zusammenhang stellen Quartiere in denen ein schlechter energetischer Zustand und finanzschwache Haushalte zusammen kommen, eine besondere Herausforderung dar. Die traditionelle Objektförderung und die aktuellen Städtebauförderprogramme greifen hier bislang nur unzureichend, es besteht politischer Handlungsbedarf. Die Diskussion um energieeffiziente Städte darf nicht auf die Wohngebäude reduziert werden. Das Leitbild von der Stadt der Kurzen Wege ist genauso Bestandteil einer ganzheitlichen Stadtentwicklung, wie der Umgang mit dem öffentlichen Raum und der Versorgungsinfrastruktur.

 
 

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