… wenn die Entscheider nicht endlich den Klimawandel als eine Gefahr betrachten, denn als ein Risiko. Genau diese Differenzierung liegt dem Verhandlungsprozess zugrunde. Es gibt Betroffene, die den Klimawandel als eine existenzielle Bedrohung wahrnehmen und es gibt Entscheider, die den gleichen Sachverhalt als Risiko wahrnehmen. Solange beide Beobachter dieser differenzierten Wahrnehmung unterliegen, wird es zwischen ihnen kein “echtes” Agreement geben.
Dr. Hermann E. Ott drückt es im Begriff der Eliten aus. Erst, wenn die Eliten sich selbst bedroht fühlen, dann ändert sich ihr Verhalten. Diese Bedrohungslage lässt sich nicht herbeireden ohne unter das Etikett “Alarmismus” zu fallen. Nur die Zeit wird aus dem Risiko eine Gefahr machen können, aber diese Zeit hat die Menschheit nicht mehr.
Damit bleibt den Betroffenen nur, unter größtmöglicher Beteiligung, die Entscheider immer und immer wieder zu irritieren. Wenn überhaupt, kann annähernd die Antiatomkraftbewegung ein Vorbild sein. Auch hier agieren Betroffene gegen die Entscheider. Nur das die Atomkraft eine Großtechnologie ist, die sich in “kurzer” Zeit abschalten lässt. Der Klimawandel hat in diesem Sinne kein Ausschalter. Gemessen an dem langen Kampf der Antiatomkraftbewegung, können wir erahnen, was noch vor uns liegt. In beiden Szenarien gibt es tipping points, wenn Atomkraftwerke kollabieren oder wenn der Klimawandel zum Selbstläufer wird. Nichtsdestotrotz sollten solche Ereignisse nicht davon abhalten sich zu bewegen. In diesem Sinne: la lotta continua!
Hiermit schließt dieser Blog, aber wie gesagt: Jedem Ende, wohnt ein Anfang inne. Wir bedanken uns für alle Beiträge in diesem Blog!
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