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15. Dezember 2009 by Ute KoczyDie heißen Tage kommen erst
Das Absinken der Temperaturen und der Schnee über Kopenhagen täuschen: Jetzt wird es heiß. Die COP 15 steht unter Druck. Nicht nur wegen der starken Demonstration und weil die TeilnehmerInnen der NGOs heute mit ernster Miene in die weitere Koordination der Textentwürfe einsteigen. Das gestrige Klimaforum hat die Entschlossenheit wachsen lassen, die Regierungschefs nicht aus der Verantwortung zu entlassen. Die sonntägliche Pause war bitter nötig, um die Verhandlungen neu zu ölen. Und es gibt Fortschritte in einzelnen Bereichen, doch Jubel ist nicht angesagt. Noch nicht – weil all das nichts gilt, bevor es nicht zu endgültigen Ergebnissen kommt. Aber was man schon jetzt sagen kann: Die weltweite Vernetzung läuft. Es ist wirklich sehr einfach hier, mit allen ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, wo der Schuh drückt.
Mich freut, dass der Stand zum Schutz des Amazonas aus Ecuador im Bella Center großen Zulauf hat. Hier wird über das Projekt Ishpingo-Tambucocha-Tiputini, kurz ITT, informiert. Es ist der Vorschlag Ecuadors, einen der zentralen Teile des Yasuní-Nationalparks nicht der Ölförderung auszuliefern, sondern sich die Nichtausbeutung des Öls über einen Treuhandfonds gegenfinanzieren zu lassen. Das deutsche Parlament hat unisono diesen revolutionären Vorschlag Ecuadors unterstützt und jetzt soll am Donnerstagabend, 19h30, die Unterzeichnung zur Gründung des Treuhandfonds zwischen Ecuador und UNDP presseöffentlich stattfinden. Ein Riesenerfolg. Ich hoffe sehr, dass danach Staaten, Organisationen und Privatpersonen dazu beitragen, diesen Treuhandfonds zu bestücken. Dann wäre die Vision Ecuadors Wirklichkeit geworden, über diesen einzigartigen Vorschlag beispielhaft zu zeigen, dass der Amazonas geschützt werden kann. Gleichzeitig können dann über diesen Fonds Gelder für soziale und ökologische Projekte nach Ecuador fließen. Eine echte Herausforderung.
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